Extrait de la fee Absinth
Wer hat nicht schon einmal einen Marken-Absinth getrunken. Wie fällt Ihre Bewertung für dieses Getränk aus? Es handelt sich nicht lediglich um einen hochprozentigen Alkohol, dieser ist mit Wermut versetzt und enthält einen Anteil an Thujon. Dieses ist ein Nervengift, welches in höherer Konzentration epileptische Krämpe und Verwirrtheit auslösen kann.
Da dem Absinth noch weitere sehr schädliche Eigenschaften zugeschrieben wurden ist es im Jahr 1915 bereits in vielen europöischen Ländern und den USA verboten. Da die vermuteten Eigenschaften aber nicht auf Thujon zurückgeführt werken können ist Absinth wieder legalisiert worden und darf mit einem Thujongehalt von bis zu 35 mg/Kg gehandelt werden.
L´Extrait de la fee Absinth ist ein Marken-Absinth, der über 66% Alkohol verfügt. Dieses Getränk mit 34 bis 35mg/Kg Thujon kommt aus der Tschechischen Republik. Da Wehrmut einen bitteren Geschmack auslöst gibt es den speziellen Absinth Löffel. Auf diesen werden ein oder zwei Stück Zucker gelegt, etwas Absinth wird darüber gegossen und der Zucker wird angezündet. Wenn er richtig karamellisiert ist werden die Flammen aus geblasen und der Zucker wird dem Absinth zugegeben. Da dieser über einen sehr hohen Alkoholgehalt verfügt wird er meistens noch mit Wasser verdünnt. Dann kann er getrunken werden. Geschmacklich kommt dann auch das Anis hervor. Von Sorte zu Sorte werden noch weitere Kräuter verwendet, so dass der Geschmack variieren kann. Aber Absinth gehört zu den Bittergetränken, da das Wehrmut eine sehr bittere Note hat. Der L´Extrait de la fee Absinth wird in halbliter Flachen zu ca. 35 Euro gehandelt. Dieses sind übliche Preise für einen Marken-Absinth.
In den 90er Jahren ist Absinth wieder ein Modegetränk geworden, wie es das im 19 Jahrhundert bereits gewesen sind. Die Leute mögen zum einen den Alkohol und zum anderen die Wirkung vom Thujon. Überall kann dieses Getränk wieder in Discotheken und Spirituosenläden gekauft werden. Viele schrecken aber wegen des hohen Preises zurück.
Im Krieg gegen Algerien hat Frankreich den Soldaten auch Absinth geliefert, damit diese die Spirituose verdünnt trinken können. Damit sollte Krankheiten aufgrund des schlechten Wassers entgegengewirkt werden. Nach dem Krieg kamen die Soldaten zurück und tranken weiterhin Absinth, so dass diese Mode das ganze Land überschwemmte. Da exzessiver Alkoholkonsum schädlich ist und die Auswirkungen auf die Trinker dem Absinth zugeschrieben wurden konnte dieses Getränk schließlich für lange Zeit verboten werden. Diese Zeit liegt aber zum Glück hinter uns, heute haben wir wieder die Freiheit, legal in den Genus von Absinth zu kommen.
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